| 1879 | Errichtung der “Schule an der Heerstraße” wegen starken Bevölkerungszuwachs. Es wurden 2 Knaben- und 2 Mädchenklassen eingerichtet. In der Knabenschule waren erste Lehrer: Herr Breuer und Herr Zimmermann, in der Mädchenschule Frau Elise Hunold und Frau Gertrud Hunold. |
| 1883 | Die Schülerzahl stieg rasch an. Schon musste an jeder Seite des Hauses ein Flügel mit je 4 Klassenräumen angebaut werden. Die schönen Lindenbäume, die heute noch Schatten spenden, wurden gepflanzt. |
| 1892 | Errichtung der Marienkirche, da die Bewohner sich ein Gotteshaus in die Nähe der Schule wünschten. Der erste Geistliche war Kaplan Menniken, er gab auch Religionsunterricht in der “Schule an der Heerstraße”. |
| 1898/99 | Bekanntmachung folgender Polizeiverordnung: “Die gewerbliche Nebenbeschäftigung schulpflichtiger Kinder ist morgens vor Beginn des Unterrichts höchstens während der Dauer einer Stunde gestattet. Die gewerbliche Nebenbeschäftigung schulpflichtiger Kinder ist nach 8.00 Uhr abends verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe (bis zu 30,00 RM) oder entsprechender Haftstrafe geahndet.” In der Chronik steht: “Jedes Jahr wurde des Sterbetages von Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. gedacht. Die Chronik berichtet von ausführlichen Feiern des Geburtstages seiner Majestät, Kaiser Wilhelms II. In jeder Klasse wurden Gedichte und Lieder gesungen und ein Lehrer hielt eine Rede über den Kaiser. Die oberen Klassen feierten sogar mit den umliegenden Schulen in der Beethovenhalle. Das bravste und fleißigste Kind jeder Klasse bekam ein Buch geschenkt. Jedes Mal, wenn der Kaiser nach Bonn kam, eilten die Schulklassen ihm mit ihren Lehrern entgegen, um ihn zu begrüßen. |
| 1891 | standen die Schüler am Rhein, da der Kaiser mit dem Schiff ankam. |
| 1901 | erschien Kaiser Wilhelm II. mit dem Kronprinz Wilhelm zur Immatrikulation desselben an der Universität. Unsere Schulkinder standen vom Koblenzer Tor bis zum Kaiserplatz. |
| 1902 | erschienen die Majestäten zum Commerce der Borrussen. Es fand eine Parade auf der Hofgartenwiese statt. (Begrüßung durch die Kinder) |
| 1905 | war Kaiser Wilhelm II. anwesend bei der Denkmalenthüllung Kaiser Wilhelms I. Die Majestäten begrüßten die Kinder im Automobil. |
| 1914/18 | Während des Krieges war der Keller des Schulhauses Kartoffellager und Verkaufsstelle. Einmal hatten die Kinder schulfrei, weil die faulen Kartoffeln stanken. Nach dem Krieg litten die Kinder an Blutarmut und Grippe. Die Kinder der Karlschule kamen hierher, da ihre Schule von den Besatzungstruppen benutzt wurde. |
| 1920 | erster gemeinsamer Martinszug |
| 1921 | Vereinigung von Mädchen- und Knabenschule. Wegen des großen Hungers gab es die Quäkerspeise. |
| 1923 | Erst jetzt wurde die “Schule an der Heerstraße” in “Marienschule” umbenannt. |
| 1926/27 | Reichsjugendwettkämpfe in 100m Lauf, Weitsprung, Weitwurf |
| 1927 | Bau einer Turnhalle mit Zeichensaal. Einrichtung eines Rektorzimmers |
| 1928/29 | 612 Schüler. Wegen des sehr strengen und kalten Winters, die Temperatur sank auf -16 bis -20 Grad, und des Kohlenmangels erhielten die Schüler außerordentliche Ferien vom 20. 2. bis 01. 03. |
| 1931/32 | Lehrermangel (mehrere krank, Überalterung des Kollegiums) |
| 1939/45 | Luftschutzkeller unter der Schule, der von Schülern besucht wurde |
| 1942 | Schwere Sprengbomben in anliegende Straßen, Fensterscheiben und Fensterrahmen wurden völlig zerstört |
| 1943 | Amerikanische Flieger griffen Bonn an. Ein Kanister fiel auf den Schulhof und einer durchschlug das Dach, beide zündeten glücklicherweise nicht. Die Kinder blieben völlig unbeschadet. |
| 1945 | Heftige Straßenkämpfe im Stadtinneren und im Bonner Norden. Der regelmäßige Unterricht begann wieder am 24.07.45. Schulspeisung gab es nach dem Krieg |
| 1946 | Entscheidung ob Bekenntnis- oder Gemeinschaftsschule. Die Eltern entschieden sich für eine Bekenntnisschule. |
| 1948 | Hilfsschule wurde zusätzlich in dem Gebäude untergebracht. |
| 1949 | wieder Teilung in Knaben- und Mädchenschule |
| 1951 | neue Schulmöbel |
| 1953 | neue Aula fertig |
| 1959 | Umbau der Marienschule zur jetzigen Form, leider wurde auch das schöne äußere Bild geändert. In die Mauer des Grundstückes wurden 2 Tore eingesetzt. Ein Hausmeisterhaus wurde gebaut für Hausmeister und Bildstelle. Sanitäre Anlagen wurden erneuert. (Es gab nur 2 Waschbecken) |
| 1964/65 | Schülermangel |
| 1968 | Alte Volksschule wird im Zuge der Neuordnung in eine Grund- und Hauptschule getrennt. Sie verbleibt als “Marienschule – Kath. Grundschule der Stadt Bonn”. |
| 1969 | Pausenhöfe werden öffentliche Spielplätze am Nachmittag. |
| 1969 | Hausaufgabenbetreuung (Silentium) für ausländische Kinder und deutsche Kinder beginnt. |
| 1973 | 1. Pestalozzischule zieht aus. Neues Lehrerzimmer wird gebaut. 2. Bildstelle zieht ein und erhält 6 Räume. |
| 1976 | Eltern von 100 Schülern der Frankenschule stellen geschlossen den Antrag, in die Marienschule aufgenommen zu werden. |
| 1976 | Schule erhält Akustikdecken, Schulbühne wird errichtet. |
| 1978 | Ein Raum wird für Unterrichsmitschau umgestaltet. |
| 1985 | Errichtung eines Montessoriraumes |
| 1989 | Die Schule erhält zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Bonn einen neuen Anstrich. |
| 1990 | Gründung der Elterninitiative “Marienkäferhort” |
| 1992 | Gründung des Fördervereins der Marienschule |
| 1994 | Neben den bewährten reinen Jahrgangsklassen wird die erste jahrgangsübergreifende Klasse errichtet |
| 1995 | Anstieg der Schülerzahlen, deshalb Wegzug der Stadtbildstelle (Medienzentrum) |
| 1996 | Errichtung eines Zaunes für den Pausenhof |
| 1999 | Gründung einer Übermittagsbetreuung “ÜMI” unter Leitung des Fördervereins Bau einer neuen Schulbühne unter Leitung von Herrn Rudolf Kaspari |
| 1999 | 120-Jahrfeier (191 Schüler, davon 70 Ausländer, multikulturell) |
| 2006 | Rektorin Ingrid Kansy tritt im Juni 2006 in den Ruhestand. Thomas Kipper wird im Oktober 2006 neuer Schulleiter. |
Auszug aus der Chronik der Marienschule
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